25.02.2014

Die Moselkommission feiert 50 Jahre Großschifffahrt auf der Mosel

2. - 4. Juni 2014 in Schengen (L), Trier (D) und Malbrouck (F)

Eine Erfolgsgeschichte

Die Eröffnung der Mosel zur Großschifffahrtsstraße im Jahr 1964 war ein Meilenstein in der Geschichte des Dreiländerecks. Gerade einmal 11 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges waren vergangen, als die 28 Stauanlagen von Koblenz bis Neuves-Maison errichtet wurden.  

Seitdem ist es Schiffen mit bis zu 1.500 Tonnen und Schubverbände mit bis zu 3.500 Tonnen-Ladung möglich, die Mosel zu befahren. Ursprünglich rechnete man mit 10 Millionen Gütertonnen pro Jahr. Diese Menge wurde aber bereits 1970, sechs Jahre nach dem Ausbau, an der Referenzschleuse Koblenz überschritten.

Im Jahr 2013 konnten in Koblenz mehr als 14 Millionen Gütertonnen verzeichnet werden.  

Am 27. Oktober 1956 unterzeichneten Deutschland, Frankreich und Luxemburg den „Vertrag über die Schiffbarmachung der Mosel“ (genannt Moselvertrag) und besiegelten somit den Beginn der Arbeiten zum Ausbau der Mosel.  

Eineinhalb Jahre vor Fertigstellung der Großschifffahrtsstraße, am 21. Dezember 1962 fand die konstituierende Sitzung der Moselkommission, die ihren Sitz in Trier hat, statt. Von Beginn an war es ihre vorrangigste Aufgabe, die Interessen der Schifffahrt auf der Mosel zu vertreten, für einen möglichst hohen wirtschaftlichen Ertrag zu sorgen und die Mosel als leistungsfähige Wasserstraße zu erhalten und stetig zu verbessern.  

 

Die Moselkommission hat in 2014 allen Anlass, das historische Ereignis 50 Jahre Großschifffahrtsstraße Mosel zu feiern.  

Das Jubiläum wird mit einer offiziellen Eröffnungsfeier, am 2. Juni 2014 auf Schloss Schengen, beginnen. Eingeladen hierzu sind hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Im Rahmen dieses feierlichen Akts werden ein historischer Film über die Eröffnung der Mosel als Großschifffahrt und ein aktueller Film über die Mosel als Wirtschaftsfaktor gezeigt werden. Auch eine Sonderbriefmarke sowie eine Gedenkmünze werden dem Publikum präsentiert.  

Am Nachmittag des 2. Juni 2014 erfolgt eine Schiffsfahrt von Grevenmacher nach Trier.  

Der 3. Juni 2014 ist dem Wirtschaftskongress „Moselschifffahrt und Strukturwandel – Analysen, Reflexionen, Perspektiven“ in der Europäischen Rechtsakademie (ERA) in Trier gewidmet. Der Kongress greift die Frage auf, wie sich die Moselschifffahrt auf den Strukturwandel und dessen mögliche Folgen einstellen kann, indem er Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine Gelegenheit bietet, sich aus erster Hand über aktuelle Tendenzen der verkehrs- und wirtschaftspolitischen Diskussion zu informieren. Der Kongress wird besondere Aufmerksamkeit auf mögliche Handlungsoptionen der Moselschifffahrt im Umgang mit dem Strukturwandel lenken und so auch Impulse für weitere Diskussion bieten.  

Am 4. Juni 2014 findet auf Schloss Malbrouck ein Kolloquium über Umweltherausforderungen statt. Nach einer kurzen Vorstellung des Moselbeckens und der großen Umweltherausforderungen, die das beginnende 21. Jahrhundert für es bereithält, wird der Stand der Technik erläutert. Anschließend wird näher auf das operative Knowhow im Bereich des Hoch- und Niedrigwassermanagement und auf das ökologische Bau- und Ingenieurwesen eingegangen.